| < | <<< | Seite 250 | > |
10.4 |
SCHABLONENGRAFFITTI |
| Abbildungen SEITE |
KOMMENTAR | |||
| Wie bereits erwähnt (vgl. S. 229) kann über Schablonengraffiti, die mit Schablonenbuchstaben hergestellte Schriftzüge wiedergeben, eine Brücke zum Style Writing geschlagen werden. Natürlich muss dabei nicht zwangsläufig auf vorgestanzte Aluminiumschablonen zurückgegriffen werden. | ||||
| 251 | Für die auf S. 251 abgebildeten Arbeiten haben die SchülerInnen unter Benutzung einiger in Kap. 5.4 wiedergegebener Alphabete (S. 64 ff.) selbst Positiv- und Negativ-Schablonen hergestellt, entweder in Form von Einzelbuchstaben oder als zusammenhängende Schablone für den gesamten Schriftzug. Einzelbuchstaben gestatten es, die Buchstaben für einen Schriftzug unterschiedlich anzuordnen oder aber für verschiedene Schriftzüge zu verwenden und ggf. in der Lerngruppe untereinander auszutauschen. Zusammenhängende Schablonen sind auf jeden Fall für das Sprühen komplizierterer Schriftzüge zu empfehlen (vgl. die Abbildung "DADA"). Die Arbeiten können zusätzlich mit Paintmarkern gestaltet werden (vgl. auch S. 232). | |||
| 252a, 252b, 252c, 252d |
Was für Tontrennungen gilt, trifft auch auf die Anfertigung von
Schablonengraffiti mit figurativen Motiven zu, die vielfach auf
Tontrennungen basieren (vgl. S. 219): Besonders beliebt ist das Anfertigen von Porträts, sei es das der eigenen Person, sei es das von "Stars" oder anderen berühmten Persönlichkeiten. Die auf S. 252 abgebildeten Schülerarbeiten geben einige unterschiedliche Gestaltungsmöglichkeiten im Rahmen von Schablonengraffiti wieder. Sie stammen jeweils aus verschiedenen Serien, die SchülerInnen des 9. Jahrgangs der Haupt- bzw. Realschule herstellten: | |||
| ||||
| ||||
| 253 |
Die auf S. 253 abgebildeten Schülerarbeiten aus dem Wahlpflichtkurs 'Graffiti' der IS Carl-Goerdeler-Straße zeigen beispielhaft,
wie die Möglichkeit, eine Schablone vielfach zu verwenden, gestalterisch genutzt werden kann: Die im Sprayen völlig ungeübten SchülerInnen sprühten zunächst jeweils in höherer Auflage relativ helle Hintergründe auf DIN A 4 - Blätter, ein- oder mehrfarbig, mit relativ stufenlosen Übergängen, unter Zuhilfenahme kleiner Schablonen (vgl. S. 246 ff.) etc. Anschließend tauschten die SchülerInnen die Hintergründe untereinander aus, sprühten in einem zweiten Arbeitsgang ihre Porträtschablone und klebten dann die Einzelbilder in einer ihnen zusagenden Abfolge auf eine große Pappe. Parallel dazu erfolgte eine Auseinandersetzung mit den Serigrafien Andy Warhols (vgl. S. 255 ff.). Die Erfahrung zeigt, dass Schablonengraffiti hervorragend geeignet sind, den SchülerInnen erste Sprayerfahrungen bei gleichzeitig gelungenem Bildergebnis zu vermitteln. Wer keine großformatigen Pieces sprayen lassen kann oder will, sollte im Rahmen der Auseinandersetzung mit Graffiti im Kunstunterricht auf diese Alternative zurückgreifen. | |||