Was ist Wissensmanagement?
Können wir Wissen managen?
Was hat Schule damit zu tun?
Wissen ist eine wichtige Ressource für die Wettbewerbsfähigkeit und die Zukunftssicherung eines Unternehmens. Die Fähigkeit der Beschäftigten, zielorientiert und ökonomisch mit Wissen umzugehen, es weiterzuentwickeln und anzuwenden, steht dabei im Vordergrund.
Dieser Umgang mit Wissen muss in einem Unternehmen, das erfolgreich sein will, systematisch entwickelt und verbessert werden. Das geschieht durch Wissensmanagement.
Wissensmanagement definiert Wissensziele, identifiziert Wissen, fördert den Wissenserwerb, entwickelt Wissen weiter, unterstützt die Wissensverteilung, das Bewahren von Wissen sowie die Nutzung und Bewertung von Wissen
Quelle: Modellversuch: "Strategien für arbeitsintegriertes Wissensmanagement und selbst organisiertes Lernen in Kleinunternehmen" http://www.bwtw.de/opencms/export/BWTW/hp/Deu/good_practices/wissensmanagement/was_ist_wissensmanagement.html
Im Gegensatz zum eher technizistischen Begriff der Informationsgesellschaft eröffnet "Wissensgesellschaft" eine Perspektive, die auf den Willen und die Befähigung der Menschen zu Selbstbestimmung setzt. Nicht Rechnerleistungen und Miniaturisierung werden die Qualität der künftigen gesellschaftlichen Entwicklung bestimmen. Entscheidend wird die Auswahl des Nützlichen und die Fähigkeit zum Aushalten von Ambivalenzen und Unsicherheit sein, die Gestaltung des Zugangs zu Wissen und der fehlerfreundliche Umgang mit dem Nichtwissen.
Quelle: www.wissensgesellschaft.org, eine Site der Heinrich-Böll-Stiftung, die sich mit den Herausforderungen der Wissensgesellschaft auseinander setzt.
Um Ziele realisieren zu können, die Wissensmanagement beinhalten, müsste die Schule wegkommen vom gegenwärtig favorisierten, reproduktiven Lernen in "traditionell strukturierten Klassenzimmern" und zu einer "Gemeinschaft mit Lernkultur" verändert werden. Die Klasse wäre als "learning community" zu verstehen, in der individuelle Kreativität, Eigeninitiative und Selbstverantwortung einerseits Wissensaustausch, Zusammenarbeit und Gemeinsinn andererseits die Säulen bilden. In dieser Gemeinschaft sollten die Lernenden in nahezu allen Fragen des Unterrichts Selbstverantwortung für ihr Handeln übernehmen. Die Konsequenz wäre, dass nicht alle Schülerinnen und Schüler zur gleichen Zeit dasselbe gelehrt ("angeboten") bekommen. Jede(r) sollte (im Sinne einer konstruktivistischen Sichtweise) nach Interesse und Neigung spezielles, eigenes Wissen entwickeln können.
Quelle: REINMANN-ROTHMEIER, G./MANDL, H.: Wissensmanagement: Phänomene - Analysen - Forschung - Bildung. - Forschungsbericht des Lehrstuhls für Empirische Pädagogik und Pädagogische Psychologie der Ludwig-Maximilian-Universität, München Nr. 83, 1997
Wissensmanagement kann helfen, Unterrichtsinhalte und –methoden transparent zu machen, zu strukturieren, zu verknüpfen, zu teilen und kooperativ zu nutzen
Wissensmanagement kann helfen, Lernumgebungen zu entwickeln, die selbstgesteuertes Lernen fördern
Wissensmanagement kann helfen, externe Wissensquellen zu identifizieren und für Schule nutzbar zu machen
Wissensmanagement kann helfen, Lehrkräfte zu entlasten, indem Wissen bewahrt wird und Informationen archiviert werden
Quelle: LEDIWI-Projektleitungsteam